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Die Stadt Wernigerode handelt gegen Recht und Gesetz, indem sie
seit Mitte Juni 2008 öffentlich kundtut, das Schmiedemuseum
"Krell`sche Schmiede" oder auch die "Krell`sche Schmiede" sei
in der Breiten Straße 95 in Wernigerode wiedereröffnet.
Diese Aussage ist falsch und unwahr.

Das Schmiedemuseum "Krell`sche Schmiede" ist ein Privatmuseum
und hat nie aufgehört zu existieren. Wir, die Betreiber dieses Museums,
sind im August 2007 innerhalb der Stadt Wernigerode mit dem
Museum umgezogen, in die Oberengengasse 10.

Dort werden bis auf den Ausstellungsbereich alle Aktivitäten
eines Museums weiterhin realisiert.

Der Name des Museums ist markenrechtlich geschützt und wird nun in wiederholter Form durch die Stadt Wernigerode und die lokale Pesse mißbraucht."

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"Krell`sche Schmiede"®, so der markenrechtlich eingetragene Name des Schmiedemuseums, wurde durch die Museumsbetreiber nach dem Schmied und Erbauer des Hauses Breite Straße 95 in Wernigerode Michael Krell ausgewählt. Er errichtete dieses Gebäude 1678 im barocken, süddeutschen Fachwerkstil.

Der Schmiedebetrieb wurde über fast 300 Jahre aufrecht erhalten, 150 Jahre durch die Erbauerfamilie und seit 1837 durch die Familie Niehoff, welche bis 1975 hier tätig war.

Die Werkstatt wurde dann binnen 10 Jahren komplett leer geräumt und 1985 übernahmen die damaligen ehrenamtlichen Denkmalpfleger Rudolf und Peter Nüchterlein den Wiederaufbau der historischen Werkstatt. Aus über 300 Schmieden zwischen Ostsee und Thüringer Wald sowie zwischen Harz und Oberlausitz wurden Arbeitsgeräte und Maschinen, die sich mit dem Schmiedehandwerk in Verbindung bringen ließen, zusammengetragen. Allerdings wurden diese Exponate nicht käuflich erworben, sondern alle von der scheidenden Handwerkergeneration mit der entsprechenden Geschichte und den Geschichtchen erworben, um sie in einer Werkstatt in einer Originalsituation der 40er Jahre zu präsentieren. Hintergrund für
die ausgewählte Zeitepoche (1945-55) ist, dass sich ein Großteil der heuti
gen Museumsbesucher erinnert, wie sie morgens auf dem Weg zur Schule noch an der Schmiede vorbeigekommen sind und automatisch den Duft
des verbrannten Horns noch in der Nase haben.

Das Museum zeigte sich in drei Arealen. Neben der Werkstatt wurde das Refugium von Frau Meisterin, die Küche mit Grude und Backofen im Schornstein gezeigt und im Sommer auch der Hof, welcher Waschküche, Stallung und Remise beherbergte.

Das Museum wurde vom 1. September 1990 bis zum 30. September 2007 als erstes privat betriebenes Museum in Ostdeutschland durch Rudolf und Peter Nüchterlein im Haus Breite Straße 95 in Wernigerode gezeigt. Das Museum wird in seinen funktionellen Aufgaben auch über den 30. September 2007 hinaus bestehen bleiben und seine regional- und fachwissenschaftliche Arbeit sowie die durch den Diplom Museologen Peter Nüchterlein initiierte Projekte mit Kindern und Jugendlichen im bundesweiten Angebot fortsetzen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Stadt Wernigerode gedenkt nach dem Weggang des Schmiedemuseums "Krell`sche Schmiede"® aus diesem Haus, hier ein "richtiges" Schmiedemuseum einzurichten. Wir erklären hiermit, dass die bisherigen Planungen und auch Konzeptionen der Stadt Wernigerode eine reine Kopie unserer jahrelangen Museumsarbeit sowie der museologisch- museumspädagogischen Konzepte erkennen lässt, welche sie nun mit 1-Euro-Kräften gedenkt umzusetzen.
   
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